Die Risiken der Lichttherapie

Lichttherapie ist eine natürliche und weit verbreitete Methode, um die Stimmung zu heben, den Schlaf zu regulieren oder fehlendes Licht auszugleichen. Für die meisten Menschen gilt sie als sicher.

In manchen Situationen ist aber besondere Vorsicht geboten, und manchmal sogar vorher ärztlicher Rat. Hier sind die wichtigsten Gegenanzeigen, die du kennen solltest, bevor du loslegst.

Bipolare Störung

Lichttherapie wirkt auf die Botenstoffe im Gehirn, vor allem auf Serotonin und Dopamin. Bei Menschen mit einer bipolaren Störung kann diese Anregung manchmal Folgendes auslösen:

  • hypomanische Phasen;
  • ungewöhnliche Erregung;
  • ein geringeres Schlafbedürfnis.

In diesem Fall darf die Anwendung nur unter ärztlicher Begleitung erfolgen.

Augenerkrankungen

Bei einigen Augenerkrankungen ist besondere Vorsicht nötig:

  • Makuladegeneration (AMD);
  • Netzhauterkrankungen (Retinopathien);
  • fortgeschrittenes Glaukom;
  • Schäden an der Netzhaut.

Auch wenn moderne Tageslichtlampen kein UV-Licht abgeben, ist sehr helles Licht nicht für jeden geeignet.

Lichtempfindlich machende Medikamente

Manche Medikamente erhöhen die Lichtempfindlichkeit:

  • bestimmte Antidepressiva;
  • bestimmte entzündungshemmende Mittel;
  • Antibiotika (aus der Gruppe der Tetrazykline);
  • Hautbehandlungen (Retinoide…)

Sicherheitshalber solltest du vor der Anwendung ärztlichen Rat einholen.

Lichtempfindliche Hauterkrankungen

Von Lichttherapie wird eher abgeraten bei:

  • Lupus;
  • Porphyrie;
  • Xeroderma pigmentosum.

Bei diesen Erkrankungen reagiert der Körper ungewöhnlich auf Licht.

Durch Licht ausgelöste Migräne

Wer zu lichtbedingter Migräne neigt, kann Folgendes spüren:

  • Kopfschmerzen;
  • Blendung;
  • Sehbeschwerden.

In diesem Fall empfiehlt es sich:

  • die Anwendungen zu verkürzen;
  • den Abstand zu vergrößern;
  • oder auf eine Lichttherapiebrille umzusteigen.

Kinder: Was ist zu beachten?

Lichttherapie kann auch bei Kindern eingesetzt werden, vor allem bei:

  • Schlafstörungen;
  • einem verschobenen Rhythmus;
  • Wintermüdigkeit.

Aber immer:

  • mit kürzerer Dauer;
  • unter Aufsicht;
  • im Zweifel nach ärztlicher Rücksprache.

Schwangerschaft

Es gibt keine eindeutige Gegenanzeige für Lichttherapie in der Schwangerschaft. Sie wird manchmal sogar eingesetzt, um die Stimmung im Winter zu stützen.

Sicherheitshalber solltest du die Anwendungen kurz halten und zertifizierte Geräte verwenden.

Lichtempfindliche Epilepsie

Tageslichtlampen geben ein gleichmäßiges Licht ohne Flackern ab, was das Risiko verringert.

Bei einer diagnostizierten fotosensiblen Epilepsie ist ärztlicher Rat trotzdem empfehlenswert.

Wann ist Lichttherapie unbedenklich?

Für die meisten Menschen ist sie problemlos anwendbar bei:

  • Müdigkeit in der dunklen Jahreszeit;
  • Stimmungstief im Winter;
  • leichten Schlafstörungen;
  • Energiemangel;
  • Arbeit im Homeoffice ohne viel Tageslicht.

So nutzt du Lichttherapie sicher

  • Wähl eine zertifizierte Lampe ohne UV-Anteil.
  • Halte den vom Hersteller empfohlenen Abstand ein.

Meine Erfahrung

Bevor ich angefangen habe, hatte ich Bedenken, wie meine Augen darauf reagieren würden. Mit der empfohlenen Dauer und dem richtigen Abstand habe ich keinerlei Nebenwirkungen bemerkt.

Der Schlüssel liegt wirklich darin, langsam zu steigern und regelmäßig dranzubleiben.

Das Wichtigste in Kürze

  • Nur wenige echte Gegenanzeigen.
  • Vorsicht bei Augenerkrankungen.
  • Ärztlicher Rat bei bipolarer Störung.
  • Achtung bei Medikamenten, die lichtempfindlich machen.

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